Hintergrund

Im Jahre 1948 kam es im Palästina-Konflikt zum Bürgerkrieg, mit dem Ergebnis, dass Israel seine Unabhängigkeit erklärte. Unmittelbar nach der Proklamation des Staates Israel begann der erste Nahostkrieg/ israelisch-arabische Krieg. Dies war der Beginn der Nakba, dem „arabischen Unglück“. In den darauf folgenden Jahren waren in etwa eine Millionen Palästinenser gezwungen, ihre Heimat in Richtung arabischer Nachbarstaaten zu verlassen. Mit der Gewissheit, ihre Heimat nie wieder bewohnen zu dürfen, müssen die mittlerweile ca. 4.400.000 Palästinenser in Flüchtlingslagern unter miserablen Bedingungen leben.

Dekoration

Deshalb stehen auch die umliegenden Staaten, wie z.B. Libanon und Jordanien, einem Rückkehrrecht der Palästinenser positiv gegenüber. Sie wollen sich so gar nicht erst der Flüchtlingsfrage stellen, auf die es kaum antworten gibt. Isolation ist oftmals bequemer als Integration der Flüchtlinge, was besonders am Beispiel Libanon deutlich wird. Hier ist es den palästinensischen Flüchtlingen gar verboten, zu erben oder zu vererben. Die Diskriminierung der Vertriebenen wird unter anderem damit begründet, dass sie als eine Art Besatzung, als Staat im Staat, empfunden werden, da sie Waffen tragen und es der libanesischen Regierung nicht möglich ist, die soziale Randgruppe dem libanesischen Staat vollends zu unterwerfen.
Die Zukunft gibt den palästinensischen Flüchtlingen also nur wenig Hoffnung auf Besserung oder –in Anbetracht Israels- gar auf einen eigenen Staat…

Ein wenig Hilfe verspricht dagegen die UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestinian Refugees), welche infolge des arabisch-israelischen Konfliktes gegründet wurde und 1950 die Arbeit aufnahm. Die UNRWA hat hunderttausende Menschen mit Grundnahrungsmitteln, Unterkünften und Kleidung versorgt und gleichzeitig u.a. Schulen und Krankenhäuser gebaut. Ungefähr jeder zweite Palästinenser weltweit empfängt Leistungen von der UNRWA.

Solaranlage